"A Summer`s Tale" Festival

Nicht nur für Familien in Luhmühlen vom 2. - 5. August 2017 – das dritte Mal

 

Zwischen Rock`n Roll und Kommerz!

 

„Gut 30 Prozent der 12.000 Besucher dürften Familien sein“, schreibt das Hamburger Abendblatt am 5./6. August 2017. Gefühlt waren es wesentlich mehr.

Hannah (38 Jahre) und Karl (36) waren mit ihren Kindern Mascha (7 Jahre) und Lasse (5 Jahre) dabei.  

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Wie kam es dazu, dass ihr zum Festival gegangen seid?

Hannah: Es war eher zufällig. Wir sind über die Anzeige im Magazin gestolpert und haben mit Blick auf das spannende Familien-Programm gedacht, dass die Veranstaltung für alle schön werden würde. Schön, war es definitiv! Es hat sich gelohnt!

Wie sah das Programm aus?

Das Programm bot für jeden etwas. Von Lesungen, über Konzerte, Filme, zu sportlichen Aktivitäten (Yoga bis Barfußwanderung und Fährtenlesen), kulinarischen Gaumenschmaus, Kanu- und Fahrradverleih bis hin zu Workshops (Schmuck, Filzen oder auch Holzarbeiten, Comic Crashkurs) und Spielezelte für Kinder. Es ist ein überwältigendes Programm mit großen Musiker*innen u.a.: Pixies, PJ Harvey, Feist, aber auch Stereo MC’s für die Großen und Höchste Eisenbahn u.a. (Unter meinem Bett/CD), Randale und Pelemele für die Kleinen. Obwohl die Trennung in Angeobte für Große und Kleine gar nicht wirklich zu ziehen ist. Denn die Kleinen hatten bei den Veranstaltungen für die Großen ebenso viel Spaß wie umgekehrt. 

Was habt ihr richtig gut gefunden?

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Mascha: Dass man nämlich... die Workshops (Holzwerkstatt und Filzen) und die Lieder.
Lasse: Ich fand alle Lieder gut.

Hannah: Welche fandet ihr dort am besten?

Mascha: Für Erwachsene oder für Kinder?

Hannah: Für die Kinder.

Hannah: Randale für die Kinder. Weil die so rockenrollig waren.

Lasse Ich fand gut, dass ich ausgeschlafen habe.. jeden morgen.

Hannah: Für die Erwachsenen?

Mascha: Ich fand das am besten, wo wir alle getanzt haben.

Hannah: Ah Stereo MC`s...

Mascha: Ja. Und am Ende..

Hannah: Feist.

Hannah: Neben dem abwechslungsreichen und tollen Programm war die Location wirklich angenehm. Es war genug Raum für alle da und es war eine schöne Atmosphäre. Dazu waren die sanitären Anlagen auf dem Wohnmobil-Platz einfach deluxe.

 

IMG 3925Was fandet ihr doof?

Lasse: Dass ich am Abend immer müde wurde... als alle noch dort waren.  

Mascha: Ich finde gemein, dass so viel für die Erwachsenen gespielt wurde und so wenig für die Kinder. Das ist ungerecht.

Hannah: Aber tausend Stände für Kinder...  die Meinung teile ich nicht. 

Unbehaglich fand ich, dass die Veranstaltung durch und durch kommerziell war. Das muss kein Problem sein, aber wenn man das Gefühl hat, dass man Zielscheibe der Akquisestrategien einiger Anbieter*innen wird, die dort ihre Stände haben (bei den einen durften die Kinder nur beim Basteln teilnehmen, wenn man den Newsletter oder den Katalog bestellt bei den anderen wurde man eingeladen die Kinderzeitschrift zu abonnieren), wird es unangenehm.

Unbehaglich fand ich auch, dass enormer Zeitdruck bei den Workshops ausgeübt wurde. „Ich bitte Sie! Kommen Sie nun zum Ende! Die nächste Gruppe wartet... wir müssen schnell machen..“ oder so ähnlich. Für eine entspannte Atmosphäre sorgt das nicht. Ggf. wäre eine nicht so enge Taktung der Veranstaltungen gewinnbringend gewesen. Und zu den Workshops, die Spaß gemacht haben, fällt mir noch negativ auf, dass es häufig mit Wartezeiten (30 Min mind.) verbunden war, wenn man einen Platz ergattern wollte.

Die aufgezählten Schwächen des Open-Air-Spektakels können die Stärken der Veranstaltung nur kaum schaden.

Ganz wichtig wäre zukünftig, dass es eine Betreuungspraxis gibt. Egal, ob es eine Familien-Vernetzungsbörse oder ein mobiles Sitter-Team angeboten wird.

Solange dies nicht in Aussicht steht, empfehle ich gemeinsam mit befreundeten Familien zu fahren, denn dann hat man sicherlich mehr vom tollen Angebot und sitzt nicht allein vor seinem Wohnmobil, Zelt.. und kann gar hören, was man gerade verpasst.

Wir hatten insgesamt betrachtet eine wirklich gute Zeit! Der Titel der Veranstaltung ist Programm. Schön wäre selbstredend, wenn auch andere sich diese Zeit leisten könnten. Unser Familienticket hat mit Wohnmobil etwas über 500 Euro gekostet. Das mag für ein Festival in der Größenordnung nicht viel sein, aber für viele ist es ein Ausschlusskriterium. Das ist schade. 

Aber wir können es nur empfehlen.. 

(Namen geändert) 

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