„Ich glaube nicht an den Nikolaus, aber an den Weihnachtsmann“

Luise: Dass man den Kindern sagt: "Das ist der Engel", das finde ich doof. Woran man glaubt, sollte man jedem selbst überlassen. Ich glaube nicht an den Nikolaus, aber an den Weihnachtsmann.

Rufus: Ich nur an den Nikolaus. Für mich ist Weihnachten, wenn es Schokolade gibt und Spielzeug – Lego Technic.

Luise: Dass wir zusammen sind, ist mir am Wichtigsten. Und dass wir eine Feier feiern, wo der Weihnachtsbaum steht, da unter Geschenke liegen... dass es schön ist, dass wir zusammen sind. Das ist Weihnachten.

Rufus: Schokolade, Vanille, Kerzen, Tanne und noch mehr Geschenke.

Luise: Ich möchte, dass die Kinder – auch die armen Kinder – Geschenke bekommen. Ansonsten ist das ungerecht. Sie sollen auch mehr Geld bekommen.

Interviewerin: Würdest du denn dein Geld geben?

Luise: Ja.... oder: wir holen eine Metallbox, wo wir bis zum 23.12 Geschenke reintun. Die können sich die Armen dann holen. Draußen vor der Tür bauen wir die Box auf.  

Rufus: Ich wünsche mir ganz großes Spielzeug – für alle.

Luise: Alle Menschen sollen ein Zuhause haben. Auch die Armen. Keine Kriege, weil die Menschen so viel verlieren.

Rufus: Es mehr Schokolade gibt – für die Armen und für die Vorschüler.

Interviewerin: Und was hast du der Kindergärtnerin gestern erzählt, was du dir wünscht?

Rufus: 1. Ein Schnitzmesser 2. Dass meine Freundin wieder zurück zu uns in den Hof zieht und 3. Dass es kein Krieg mehr gibt.

Luise: Ja, dass meine Freundin mit ihrer Familie wieder zu uns zieht. Das wäre so schön. 

Interviewerin: Die Welt der Kinder – wie sollte die aussehen, wenn sie gerecht ist?

Luise: Kinder sollen nicht gezwungen werden. Z.B. so wie du es mit mir gestern beim Arzt gemacht hast. Für ein Pikser.

child 1867394 1920Rufus: Dass jeder ein eigenes Zimmer hat.

Luise: Das ist doch nicht eine allgemeine Regel..

Rufus: Das ist meine Regel.  Und ich möchte ein Fernseher haben. Oder auch gleich zwei. Dass keiner bestimmt.

Luise: Dass es nicht mehr so viele arme Menschen gibt.

Rufus: Mehr Mandarinen für alle! [Er öffnet gerade eine]

Luise: Dass weniger Krieg ist.

Rufus: Mehr Lego-Technic für alle

Luise: Dass Tiere in der freien Wildbahn leben dürfen und nicht im Gefängnis, aber mein Fritzchen (Meerschweinchen) hat es hier gut. „Ne Fritzi“

Rufus: Keine Autos.

Luise: Blöde Abgase – wir sollten mehr für die Umwelt tun.

Am nächsten Morgen Luise: Mama, was ist denn jetzt mit der Metallbox?

Interviewerin: Es gibt schon soooo viele Metallboxen, liebe Luise... wir müssen nur hingehen und uns darum kümmern. Aber vielleicht können wir auch überlegen, ob es die richtige Unterstützung ist. Denn so bleiben die Menschen, die wenig haben immer die, die wenig haben und die, die viel haben, immer die, die viel haben. Ist das gerecht? Es geht um die Frage nach Verteilung von Dingen wie Geld, aber auch Bildung u.a....  Wieso haben einige Menschen viel und andere kaum was oder gar nichts? Viele Menschen glauben, dass sie für ihren Reichtum selbst verantwortlich sind und andere für ihre Armut. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir nicht Urheberin unser Positionen sind, sondern da auch hineingeworfen werden. Die einen haben viel Ressourcen, um an den Wettbewerbsspielen teilzunehmen und die andere wenig. Ein bisschen so wie beim Reitturnier: Die einen haben ein Pferd, was ganz einfach zu reiten geht und die anderen haben ein Pferd, was schwierig ist. Aber nur die einen können sich das einfach zu reitende Pferd leisten und es werden vermutlich die Gewinner sein. Nicht, weil sie unbedingt besser sind, sondern weil sie mehr Ressourcen haben. Es geht also auch um die Frage nach Privilegien. Nicht alle haben die gleichen Voraussetzung, um in unserer Gesellschaft gleichermaßen teilzuhaben... 

Eure Gedanken sind wirklich spannend und ja, das sind wichtige Überlegungen und es ist ein großes Projekt für die Zukunft. Vielleicht machen wir mal einen Workshop "Zukunftswerkstatt", welcher von euch Kindern organisiert wird. Das wäre doch prima!   

 

 

 

 

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