Von der Pflegestufe zum Pflegegrad

Was ist neu seit 2017?

Wer ist betroffen beim Thema "Von der Pflegestufe zum Pflegegrad"? Um wen geht es genau?  

Pflegebedürftige Menschen.

Und wann ist man pflegebedürftig? 

Da kann man sich an der Beschreibung laut Pflegeversicherungsgesetz orientieren. Demnach sind alle Menschen pflegebedürftig, 

„die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung im Bereich der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung auf Dauer – voraussichtlich für mindestens sechs Monate – in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.“

IMG 3316Was versteht man unter Pflegegraden? 

Pflegegrade ersetzen die bis Dezember 2016 angewandten Pflegestufen 0,1, 2 und 3! Seit Januar 2017 sind es nun die Pflegegrade, welche sich mit 5 Graden etwas differenzierter darstellen und mit einem völlig neuen Grad, dem 1., einer ganz neuen Gruppe von Hilfebedürftigen widmen. Die Pflegegrade spiegeln den Grad der Pflegebedürftigkeit wider, welcher in einem Begutachtungsassessment ermittelt wird. 

Wann ist es in Kraft getreten? 

Anfang dieses Jahres. Zum Hintergrund: Mit Einführung der Pflegeversicherung 1995 hatten wir, wie bereits erwähnt, die Pflegestufen und in den folgenden Jahren mehrere Reformen zur Stärkung der Pflegebedürftigen. Man kann sagen mit dem Pflegestärkungsgesetz 2, welches aktiv seit Januar diesen Jahres gelebt und umgesetzt wird, ist sich vor allem der Demenz-Problematik gewidmet worden sowie der Stärkung „ambulant vor stationär“! Zu guter Letzt ist es mit einer nicht unerheblichen Steigerung an Geldleistungen verbunden. 

Wo gelten die Pflegestufen? 

Deutschlandweit. In jedem Bundesland, zu den gleichen Bedingungen. 

Warum wurde diese Änderung vorgenommen? 

Wie ich schon am Rande erwähnte, um vor allem dem Krankheitsbild Demenz mehr gerecht zu werden. Im neuen Begutachtungsassessment werden die psychosozialen Aspekte und kognitiven Einschränkungen, welche zu einem erhöhten Betreuungsbedarf führen, deutlich mehr berücksichtigt. Und hinsichtlich des demographischen Wandels sowie einem Pflegefachkräfte-Mangel ist es der Politik ein Muss die ambulante Pflege mehr zu stärken. Die Pflege benötigt ambitionierte Angehörige, die sich der Herausforderung Pflege eines Angehörigen zu Hause annehmen. Mit Unterstützung von Pflegeberater*innen, eines Pflegedienstes und/oder einer Tagespflege zum Beispiel. 

Wie wird es durchgesetzt, wie bekomme ich einen Pflegegrad? 

Wenn man merkt, dass man ohne Fremdhilfe seit mindestens 6 Monaten nicht mehr zurechtkommt, kann man schauen, ob die 6 Bausteine des Begutachtungsassessments Kriterien enthalten, die die eigenen Probleme widerspiegeln. Man beantragt dann bei seiner Pflegekasse einen Pflegegrad. Ein Anruf reicht und alles Weitere regelt dann die zuständige Kasse. Beispielsweise das Zusenden des Antrags und die Vereinbarung eines Termins durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) zur Einstufung. Sie können sich natürlich auch Unterstützung durch Pflegeberater*innen holen.

Was kannst du abschließend/zusammenfassend sagen?

Der Pflegegrad hilft sich ein Netzwerk für zu Hause aufzubauen und zu finanzieren. Pflegebedürftige und ihre Familien werden dabei unterstützt die sich wandelnden Alltagssituationen zu bewältigen. 

Danke für deine Einschätzung

Gerne

Empfehlung Family Concierge: 

Mehr Informationen zu den Kriterien der Pflegegrade erhaltet ihr über unsere Pflegeberater*innen. Sie sind Experten auf diesem Gebiet und können eine Einschätzung darüber geben, ob die neuen Pflegegrade  zum jeweiligen Betroffenen passen.

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